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Bald heißt es Abschied nehmen

Jetzt ist unsere Rasselbande in der zwölften Lebenswoche. Deshalb nutzte mein Mann gestern das ideale Sommerwetter, um noch einige Fotos zu schießen. Ich saß strickend dabei und genoss das schöne Wetter, angenehme Temperaturen, kein Wind und etwas bedeckter Himmel, so könnte der Sommer bleiben. Tut er aber nicht, heute haben wir uns schon wieder ins Haus zurück gezogen, denn draußen herrschen schon wieder 32Grad. Nur am Teich ist es auszuhalten, aber da unten habe ich kein W-LAN, also nutze ich die Kühle im Haus und wähle einige Bilder aus.

Als erster soll nun doch unser fleißiger Mäusefänger, der Kater mit der grauen Schleife umziehen. Er ist jetzt eindeutig der größte und schwerste, bringt schon fast drei Pfund auf die Waage.  Wir sind schon sehr gespannt, wie das wohl werden wird. Meine größte Sorge ist, dass er sich irgendwo auf dem Gelände versteckt und sich eins ins Fäustchen grinst. Da er erst gegen Abend abgeholt werden soll, kann ich ihn ja schlecht den ganzen Tag einsperren:P1070230Wie werden die anderen drei und die Mutter reagieren? Werden sie ihn vermissen? Nun wir werden sehen.

Das Katerchen mit der roten Schleife darf hingegen noch bis zur letzten Augustwoche bei uns bleiben. Er war ja lange Zeit der größte, rabiateste und verfressenste, hat aber unter der Hitze stark gelitten und dadurch eine kleine Wachstumspause eingelegt. Er ist aber immer noch der aktivste und der Favorit meines Mannes. Am Futternapf teilt er gerne Backpfeifen aus, wenn ihm eines seiner Geschwister oder die Mama zu nahe kommt. Dabei fülle ich jetzt schon immer mehrere Futternäpfe.

Die Weißschleife ist die zweitgrößte und auch sehr aktiv:

Die kleine Susi wollen wir ja behalten. Sie hat meinem Mann gestern gezeigt, dass sie auch sehr aktiv sein kann und keineswegs schüchtern ist. Mit ihrer Schwester kletterte sie hoch in der Eibe herum, verdrosch die Rotschleife, dass er um sein Leben quiekte und begehrte gestern Abend lautstark ans Wohnzimmerfenster trommelnd Einlass. (Kater Karl, der verschollene lässt grüßen)

Stundenlang schauen wir noch immer unserem Katzenkino zu.

Zwischenzeitlich haben wir ein zweites Katzenklo anschaffen müssen, denn nachts schlafen sie ja alle im Haus. Noch immer hängen sie gern an Mamas Zitzen, der das wohl ganz gut gefällt.

Weshalb ich allerdings so hysterisch kreische, wenn sie mit einer dicken fetten Maus im Maul Einlass ins Haus begehrt, hat sie wohl noch immer nicht begriffen.

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Chance verpasst?

Um es vorweg zu sagen: Wir lieben unseren Kater sehr. Karlchen ist jetzt fast zwei Jahre alt. Irgendwann im Juli 2015 erblickte er das Licht dieser Welt. Das genaue Datum habe ich seinerzeit nicht erfragt. Ich weiß nur, dass ich ihn am 27.10.2015 abgeholt habe, denn das ist der Geburtstag meines Lieblingsbruders.

Es sollte unbedingt ein roter Kater sein. -Kindheitserinnerung an unseren legendären Kater Fips-. Nun, so richtig rot ist er ja nicht, eher ziemlich gelb, aber das macht nichts.

Immer wieder diskutierten mein Mann und ich darüber, ob wir das kleine Kerlchen kastrieren sollten oder lieber nicht. Mein Mann war von Anfang an strikt dagegen. Ich dachte eher, dass es vielleicht besser sei, denn kastrierte Kater sollen mehr an Haus und Grundstück gebunden sein. Als ich mit meiner Tochter darüber sprach, musste sie lachen, denn ihr Kater Schröter sei auch kastriert und im Frühjahr oft wochenlang auf Reisen, um dann irgendwann schlank und rank wieder zu Hause einzutrudeln. Im Winter hingegen ist er sehr häuslich und ziemlich fett.

Na ja, ein Argument ist natürlich auch, dass es viel zu viele wilde Katzen gäbe, die sich unkontrolliert vermehren. In unserem Dorf scheint es allerdings nur noch Kater zu geben. Die letzte ziemlich anhängliche Katze ist seit längerem auch verschwunden, nachdem sie uns oft besucht hatte und dabei die Bundestraße überquert hatte.

Im vergangenen Jahr war unser Karlchen noch sehr häuslich und vertrug sich auch mit dem Streuner Bruno gut, den wir füttern, der sich jedoch nicht anfassen lässt. Er muß stark traumatisiert sein. Auch in diesem Frühjahr war das anfangs noch so, beide Kater vertrugen sich und spielten vergnügt miteinander. Karlchen schleppte die Mäuse an, spielte ein Weilchen damit und überließ sie Bruno. Als Karlchen vor einigen Wochen so sehr krank war und nur noch müde und matt unter der Tanne lag, schmuste Bruno mit ihm und leckte ihm sein Köpfchen. Das hat uns sehr berührt. Allerdings fragten wir uns auch, ob Bruno schwul sei.

Kaum war Karlchen jedoch wieder gesund, wurde er zum Schläger. Erschien Bruno an seinem Futterplatz, ging Karlchen auf ihn los und prügelte auf Bruno ein, dass nur so die Fetzen flogen. Allerdings ging er nicht leer aus. Jeden Morgen kam er mit neuen heftigen Blessuren nach Hause, wo er wieder in seinem Körbchen schlief . Oft machte er es sich auch unter der Tanne vor der Haustür oder in seiner  Kiste im Schuppen gemütlich. Seine Krankheit scheint er nun endgültig überwunden zu haben, denn ich konnte ihn nach langer Zeit auch wieder beim Jagen beobachten.  Eine gute Gelegenheit, endlich einen Termin beim Tierarzt zu vereinaren für die Kastration. Wir saßen auf Terrasse und diskutierten zum wiederholten Male dieses Thema. Karlchen lag friedlich in unserer Nähe und tat so, als ob er schliefe. Weit gefehlt, er belauschte uns und beschloss sofort, uns den Daumen zu zeigen. Er schlug sich nochmals ordentlich die Wampe voll und verlangte dann gegen Mitternacht lautstark, aus dem Haus gelassen zu werden.

Diese Nacht konnte ich endlich wieder einmal ruhig schlafen, denn der Kater meinte nicht, alle zwei Stunden lautstark nach Futter verlangen zu müssen. Seit vergangenem Winter hat er nämlich gelernt, direkt auf das Regenblech am Schlafzimmerfenster, das eigentlich eine Terrassentür ist und genau über der Kellertür liegt, zu springen. Es ist schon erstaunlich, wie er punktgenau zwischen die Streben des Metallgitters  springt. Denn es geht ja mindestens drei Meter in die Tiefe. Dann trommelt er mit beiden Pfoten so lange gegen die Scheiben und jammert so herzzerfetzend, dass nicht mehr an Schlaf zu denken ist. Hilft das nicht, springt er – rumms-  auf das Schutzgitter und macht noch mehr Lärm. Also stehe ich notgedrungen auf, geb ihm Futter und wanke wieder in mein Bett. Kaum bin ich eingeschlafen, geht es wieder los. Miauuuuu, miauuuuu, tönt es durch das Haus. Der Prinz will nach draußen. Also wanke ich schlaftrunken zur Tür und lass ihn raus. Ein Katzenklo haben wir nämlich nicht.

Als mir das zu viel wurde, beschloss ich, ihn zu ignorieren und zog mir die Bettdecke dicht über die Ohren. Beleidigt kam er tagelang nicht nach Hause. Nachbarn ertappten ihn mehrfach beim Überqueren der stark befahrenen Bundesstraße, so dass auch mein Mann über Kastration nachdachte. Dann wurde das arme Kerlchen ernsthaft krank und wir ließen viel Geld beim Tierarzt. Natürlich sollte er sich erst ordentlich erholen, bevor das leidige Thema wieder auf die Tagesordnung kam.

Ja, und jetzt ist er wohl schon wieder auf Liebestour, so dass wir keinen Termin mit dem Tierarzt vereinbaren können, denn wir wissen ja nicht, wann uns der Prinz mal wieder beehren wird….

 

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Der Mäusedieb

Ich stehe am Küchenfenster und halte Ausschau nach Kater Karlchen, der sich heute noch nicht blicken lassen hat. Na, scheint ihm ja wirklich wieder gut zu gehen, denke ich und blicke versonnen auf den Teich, auf dem gerade wieder das Entenpaar zu Besuch ist. Der schillernd bunte Erpel zieht seine Kreise. Hoffentlich lässt er meine Fische in Ruhe, die bunten, von den anderen gibt es ja reichlich. Die Ente nimmt erst einmal ein ausgiebiges Bad. Vergnügt platscht sie mit den Flügeln auf das Wasser, so dass es hoch aufspritzt. Anschließend zeigt sie, wie es zu dem Kinderlied „Alle meine Entchen“ kam. Immer wieder taucht sie mit dem Kopf ins Wasser und reckt das Schwänzchen in die Höh. Offensichtlich hat sie im Uferschlamm Leckeres gefunden, denn der Erpel tut es ihr gleich. Schmunzeld schau ich ihnen zu. Die Hoffnung, dass sie hier zu brüten beginnen und kleine Entlein aufziehen, habe ich begraben, denn hier auf dem Grundstück leben neben diversen Katern auch Marder, Dachs und Fuchs. Da haben die Enten schlechte Karten.

Plötzlich kommt Karlchen mit stoz erhobenem Kopf die Treppe vom Teich herauf. In seinem Mäulchen strampelt eine Maus und quietscht um ihr Leben. Karlchen war also bereis wieder auf der Arbeit, freue ich mich, denn einige Tage war er ja sehr krank und lag nur traurig im Garten oder in seinem Körbchen.

Aber da, was ist denn das?

Eine Elster kommt laut krächzend im Sturzflug auf den Kater zu und verfolgt ihn, aufgeregt mit den Flügeln schlagend und laut krächzend. Sichtlich erschrocken lässt er die Maus fallen. Die Elster stürzt sich sofort darauf und fliegt mit der zappelnden Maus im Schnabel triumphierend davon.

Karlchen blickt ihr verdattert hinterher und stimmt ein herzzerfetzendes Klagelied an. Also öffne ich ihm schnell die Tür und biete ihm ein leckeres Frühstück an, das er mit sichtlich gutem Appetit verzehrt. Die bittere Medizin mag er inzwischen überhaupt nicht mehr. Hoffentlich gibt die Tierärztin morgen grünes Licht zum Absetzen der Medikamente.

Jetzt liegt er mir zu Füßen und erholt sich von den Aufregungen der Nacht und der Mäusejagd. Den Verlust der Maus wird er sicher rasch verschmerzen, denn er nutzt sie sowieso nur zum Spielen und überlässt sie dann den anderen Tieren….

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Kater Karlchen ist krank

Karlchen ist fast zwei Jahre alt uns seit Wochen ständig auf Liebestour. Bis zu vier Tage war er schon unterwegs. Deshalb diskutierten wir immer wieder, ob er nun kastriert werden soll, oder lieber nicht. Mein Mann war bisher immer dagegen, ich dafür, denn ich hoffe, dass er sich dann nicht mehr so viel rumtreibt.

Als unser Nachbar allerdings erzählte, dass er den Kater schon mehrmals dabei ertappt hat, als er die stark befahrene Bundesstraße überquert hat, auf der schon viele Kater und Katzen ihr Leben ließen, war auch mein Mann plötzlich dafür. Denn ein anderer Nachbar hatte bereits erzählt, dass er den Kater weiter entfernt auf der anderen Seite der Bundesstraße gesehen hätte.

Also ging ich gestern zum Tierarzt, um mich über das Prozedere der Kastration zu informieren. Das fand Karlchen sprichwörtlich“ zum Kotzen“. Seit gestern übergibt er sich, falls er mal eine Kleinigkeit gefressen hat.  Heute rührte er allerdings überhaupt kein Futter mehr an und saß nur traurig in seinem Körbchen oder auf der Terrasse. Nichts mehr von unserem stolzen Mäuse jagenden Kater war da noch vorhanden. Also fuhren wir heute zum Tierarzt, wo er eine Spritze bekam. Kaum zu Hause angekommen, verließ er sofort seine Transportkiste und ging für drei Stunden nach draußen. In der Zwischenzeit habe ich ihm leckere Gefügelbrühe gekocht, von der er bei seiner Rückkehr nur ganz wenig fraß. Nun liegt er im Sessel und ruht sich von den Strapazen des Tages aus.