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Der Herbst steht auf der Leiter

Hacks, Peter (1928-2003)

Der Herbst steht auf der Leiter

Der Herbst steht auf der Leiter
und malt die Blätter an,
ein lustiger Waldarbeiter,
ein froher Malersmann.

Er kleckst und pinselt fleißig
auf jedes Blattgewächs,
und kommt ein frecher Zeisig,
schwupp, kriegt der auch ¹nen Klecks.

Die Tanne spricht zum Herbste:
Das ist ja fürchterlich,
die andern Bäume färbste,
was färbste nicht mal mich?

Die Blätter flattern munter
und finden sich so schön.
Sie werden immer bunter.
Am Ende falln sie runter.

Kommt gut in die neue Woche!

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Alle Möwen sehen aus, als ob sie Emma hießen?

Möwenlied

Die Möwen sehen alle aus,
als ob sie Emma hießen.
Sie tragen einen weißen Flaus
und sind mit Schrot zu schießen.

Ich schieße keine Möwe tot,
Ich laß sie lieber leben –
und füttre sie mit Roggenbrot
und rötlichen Zibeben.

O Mensch, du wirst nie nebenbei
der Möwe Flug erreichen.
Wofern du Emma heißest, sei
zufrieden, ihr zu gleichen.

Christian Morgenstern

(1871 – 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Quelle: Morgenstern, C., Gedichte

Kommt gut ins Wochenende!

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Sturmtief Ignatz macht eine Atempause

Nachdem ich heute Vormittag meiner Tochter den Nordkurier mit dem Beitrag über die Enkelin vorbeigebracht hatte, nutzte ich die Atempause des Sturmtiefs Ignatz zu einem kleinen Spaziergang am Hafen. Natürlich hatte ich keine Kamera dabei, sondern nur das Smartphone, denn ich war zwischen zwei heftigen Regenschauern, verbunden mit starkem Wind, losgegangen.

Ignatz war mir freundlich gesinnt, denn es blieb trocken, solange ich unterwegs war. Deshalb zückte ich schnell das Smartphone:

Im Radio hörte ich vor kurzem, dass Ignatz unser Land bereits verlassen hätte, nur einige Regenschauer zögen noch durch.

Hier jedenfalls war nicht all zu viel von Ignatz zu merken.

Ich hoffe, dass Ihr alle von Ignatz verschont geblieben seit!

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Einen Plan B hatte sie nie

Das ist in der heutigen Ausgabe des Nordkuriers zu lesen und erfüllt die Oma natürlich mit riesigem Stolz. Handelt es sich hier doch um die zweite meiner Enkelinnen, von der ich hier https://wordpress.com/read/blogs/128025175/posts/17533 erst vor einigen Tagen erzählt hatte. Ein Vögelchen hatte mir geflüstert, dass heute der Artikel im Nordkurier erscheinen würde, also eilte ich zum Supermarkt, als Sturmtief Ignatz mal kurz Luft holte, um mir die Zeitung zu kaufen.

Und hier ist das Foto, das mein Kollege damals gemacht hatte, als meine Enkelin und sein Sohn am Tag der Einschulung vor der Aufführung auf die Vineta- Bühne gerufen und zu ihrer Einschulung beglückwünscht wurden:

Und hier ist ein Foto, das ich 2014 vor der Vorstellung machte, als sie mit gerade 11 Jahren bei Vineta eine Saison lang das Sonntagskind spielte:

Ach ja, und dann habe ich noch einen Link. https://www.nordkurier.de/anklam/emma-ist-die-juengste-schauspielschuelerin-in-zinnowitz-2145569810.html Hier ist der Artikel wahrscheinlich besser zu lesen.

Das Foto in diesem Zeitungsartikel stammt übrigens von Emmas Schwester, die nicht nur eine fleißige Studentin und begnadete Tortenbäckerin, sondern auch eine gute Fotografin ist.

Ich hoffe, Ihr kommt gut durch das Sturmtief Ignatz, dass sich hier noch in Grenzen hält.

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Alles in Ordnung zu Hause?

Die Turmfalken am Wolgaster Kirchturm sind, seit ihre Jungen flügge waren, nur noch selten zu sehen. Nur ab und zu kommt mal eines der Alttiere vorbei und verjagt auch mal die aufmüpfigen Dohlen.

Als ich heute Vormittag aus dem Küchenfenster schaute, sah ich beide Turmfalken am Nistkasten. Heute scheinen sie hier geschlafen zu haben. Das habe ich um diese Jahreszeit bisher nicht beobachten können. Das ist schon seltsam, aber ich habe mich sehr darüber gefreut, deshalb schnell die Kamera geholt und aus der Hand ein paar Fotos gemacht:

Kommt gut durch die Woche!

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twee gebroeders

Royusch hat wieder mit einem lesenswerten und sehr interessanten Beitrag zu seiner wöchentlichen Fotochallenge, diesmal zum Thema „Boot“ aufgerufen:https://wordpress.com/read/blogs/124815824/posts/15594

Gern beteilige ich mich heute damit, denn mir war vor einigen Tagen ein interessantes Boot im Wolgaster Stadthafen aufgefallen. Also spazierte ich gestern zum Hafen, um es zu fotografieren:

Leider habe ich die Mastspitze abgeschnitten, aber heute regnet es, also müsst Ihr ohne Mastspitze auskommen, oder soll ich ausnahmsweise doch zwei Bilder zeigen?

Lange musste ich im Netz suchen, um etwas über die „twee gebroeders“ zu finden. Ich hatte schon vermutet, dass es sich um die „kleine Schwester“ der „Weißen Düne“ handelt, wusste allerding nicht, wie das Boot heißt.

„Auf dem kleinen friesischen Frachtsegler von 1901 können Gäste in entspannter Atmosphäre die Seele baumeln lassen, dem Wind lauschen und die Natur aus einer ganz besonderen Perspektive beobachten.

Das Skûtsjesegeln ist segeln mit alten Frachtschiffen. Beim Skûtsje handelt es sich um ein Segelschiff ohne Kiel, also ein Schiff mit flachem Boden und hölzernen Schwertern an den Seiten. Diese Schiffe stammen aus dem letzten Jahrhundert und wurden dazu genutzt um Torf, Gemüse, Blumenzwiebeln oder anderen Ladungen so dicht wie möglich an die Bauernhöfe zu bringen oder von dort abzuholen. Die Schiffe mussten im Gewässer mit geringem Tiefgang fahren können und wurden daher lang und flach konstruiert. Ein Skûtsje kennzeichnet sich durch Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit aus. Segeln auf einem Skûtsje macht Spaß und entspannt.“ Dieser Text stammt von der Website der twee gebroeders: /http://www.tweegebroeders.de/

Kürzlich war in der Zeitung zu lesen, dass sich Familie Bothe, die Eigner der „Weißen Düne“ und „twee gebroeders“ entschlossen haben, nun doch in Wolgast zu bleiben und nicht nach den Niederlanden zu gehen. Das stand ja während und nach dem lockdown einige Zeit im Raum. Gut zu wissen. Dann muss ich mich mich für den nächsten Sommerbesuch meiner Freundin mal um Tickets mit der „twee gebroeders“ kümmern.

Habt einen guten Start in die Woche, ich muss gleich Omapflichten nachgehen….

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Was macht eigentlich Familie Socke?

Das werden meine Stammleser vielleicht fragen. Am 31.Juli 2021 hatte ich zuletzt von der Wolgaster Schwanenfamilie berichtet: https://wordpress.com/read/blogs/128025175/posts/16776

Ja, was macht sie eigentlich die Familie Socke? Das fragte ich mich immer wieder und hielt auf meinen Spaziergängen mit langem Hals nach ihr Ausschau. Aber irgendwie konnte ich sie nicht entdecken und war daher froh, dass meine Fotofreundin Ruth in ihrem Status ab und an ein Foto oder Video von Familie Socke postete.

Vor einigen Tagen traf ich nur ein Alttier mit zwei Jungen im Bereich der Amazonenbrücke an. Da war ich in heller Panik und startete meine Radtour am nächsten Tag an der Futterstelle bei der Amazonenbrücke. Was war ich froh, als ich Familie Socke bei der Mittagsruhe antraf. Die Alttiere waren sehr entspannt, obwohl viele Spaziergänger in diesem Bereich unterwegs waren. Vor einigen Wochen fauchten sie noch jeden heftig an, der ihnen zu nahe kam.

Auch heute dümpelte Familie Socke wieder an der Amazonenbrücke herum:

Es sind noch immer sechs Jungtiere, die schon sehr groß geworden sind und ein richtiges Federkleid tragen.

Ich stand ein Weilchen auf der Brücke und schaute ihnen zu. Kam ihnen eine vorwitzige Ente zu nahe, schnappten die Jungen auch schnell mal zu.

Dass ich ihnen kein Futter mitgebracht hatte, fanden sie allerdings nicht so toll. Na, wenn die gewusst hätten, dass ich gerade vom Bäcker kam und ein Weizenbrot für meinen Nachbarn im Rusack hatte… Die Naturschützer unter Euch müssen nun kein Protestgeschrei loslassen. Ich weiß, dass man Wasservögel nicht füttern soll und halte mich daran. Meistens. 😉

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Thereminkonzert in der Gertrudenkapelle in Wolgast

Gestern war „Tag des offenen Denkmals“. Deshalb war die Gertrudenkapelle geöffnet. Im vergangenen Jahr sollte sie nach erfolgreicher Restaurierung feierlich wieder eröffnet werden, aber Ihr kennt ja das Drama Lockdown….

Gestern fand das erste offizielle Konzert in der restaurierten Kapelle statt. Es war ein Benefizkonzert für die Skt. Jürgenskapelle, wo vor einigen Wochen durch Brandstiftung ein immenser Schaden entstand:

Robert Meyer aus Zinnowitz spielte auf seinem Theremin. In der langen Kunstnacht habe ich ihn das erste Mal im Rungehaus erlebt. Also stand fest, dass ich da gestern unbedingt hin wollte.

Hier könnt Ihr alles zu Robert Meyer nachlesen, wenn es Euch interessiert: https://www.theremin-meyer.de/

Das Theremin wurde 1920 vom Skt. Petersburger Wissenschaftler Leon Theremin erfunden. Das Theremin ist nicht nur eines der ersten elektroakustischen Instrumente, es gilt durch seine besondere Spielweise auch als das am schwersten zu beherrschende Musikinstrument überhaupt. Der Spieler dringt mit seinen Händen in zwei elektrostatische Magnetfelder ein und verändert diese durch Abstände und die Kapazität seines Körpers. Der monophone Ton des hetorodynen Schwebetongenerators wird wie auf einer unsichtbaren Saite mit der linken Hand über die vertikale Antenne angesteuert. Je dichter der Spieler an die Antenne gerät, desto höher wird der Ton. Mit der rechten Hand wird Dynamik und Artikulation erzeugt. Bleibt die Hand dicht an der horizontalen Ebene, so ist der Ton nicht zuhören. Bewegt der Spieler die Hand davon weg, wird der Ton lauter. In unendlich feinen Nuancen ist somit jede Note im Umfang von rund 7 Oktaven spielbar. Es wird also Musik erzeugt, ohne das Instrument zu berühren. Der Musiker steht dabei ziemlich starr auf der Stelle, nur die Hände und Arme bewegen sich. Es ist schon ziemlich beeindruckend, zuzusehen und zuzuhören. Es mutet an wie Zauberei, hat allerdings etwas mit Physik und ganz viel Kunst zu tun. Robert Meyer ist einer der wenigen professionellen Theremisten in Deutschland. Auf seiner Website könnt Ihr die zahlreichen Konzerttermine nachlesen. So spielt er beispielsweise demnächst in Frankfurt/Oder und Schwedt mit dem 70-köpfigen Brandenburgischen Staatsorchester.

Es ist wahrlich schwer zu beschreiben, deshalb stelle ich hier mal ein kleines Video ein:

Im folgenden habe ich einige Bilder als Stapel eingefügt, wenn Ihr die Bilder auf der website schnell anklickt, könnt ihr einen Eindruck gewinnen, wie seine Hände arbeiten:

Frührer arbeiteten Theremine auf Röhrenbasis. In den 40iger und 50iger Jahren erkannte man in Hollywood das Potential des obskuren Instrumentes. Dutzende Sciensfiction- Filme und Thriller wurden vom Therministen Dr. Samuel Hoffmann vertont. Sein imposantes Röhrentheremin existiert noch heute und wird in Kanada eingesetzt.

Heute geht es natürlich moderner. Aus Anlass des 100 -jährigen Jubiläums des Theremins entwarf die amerikanische Firma Moog das Claravox Centennial, auf dem Robert Meyer heute spielt:

Robert Meyer begeisterte sein Publikum mit Werken von Beethoven, Bach, Fauré ,Grieg, Pucchinu und anderen. Den obigen Text habe ich teilweise seinem Programmzettel entnommen und das Foto von Alexandra Stepanoff habe ich im Internet geklaut.

Auf youtube gibt es einige interessante Video zu sehen, in denen Robert Meyer unterschiedliche Werke interpretiert. Mit mir hat er sozusagen einen neuen Fan gefunden…

Genießt das Leben, die Kunst und alles was Euch Freude bringt!