Allgemein, Blumen, Fotos, So schön ist Mecklenburg Vorpommern, Wolgast

Ein schöner Garten

Nachdem ich am Dohlenhotel fotografiert hatte, eilte ich noch zum Fischmarkt, denn ich hatte vor kurzem herrlich blühenden Klatschmohn entdeckt, den ich unbedingt noch fotografieren wollte. Die hochbetagte Eigentümerin war hocherfreut und gestattete mir, auch in ihrem herrlich gepflegten Garten einige Fotos zu machen.

Allgemein, Fotos, Geschichten, So schön ist Mecklenburg Vorpommern, Wolgast

Zum Glück war heute die Straße gesperrt

deshalb konnte ich das Stativ auf der Straße aufstellen und hatte so den größten Teil der Nistkästen im Blick. Ich machte es mir auf dem kleinen Mäuerchen am Straßenrand bequem und nutzte das Smartphone als Fernsteuerung für die Kamera. Nur zweimal wurde ich blaß vor Schreck, denn zwei Fahrradfahrer heizten haarscharf an meiner Kamera vorbei. Zum Glück ist nichts passiert. Ich tippte fleißig auf den Monitor und suchte mir zu Hause die besten Ausschnitte aus, die ich Euch jetzt zeigen möchte:

Fotos, Geschichten, So schön ist Mecklenburg Vorpommern, Wolgast

Er hat mir nicht verraten, wie er heißt

Dieser hübsche Kerl leistete mir gestern Gesellschaft am Schwanenteich. Seine Frau war leider zu flink und ließ sich nicht auf die Linse bannen. Ich halte ihn ja für einen Hänfling, keine Ahnung, ob das stimmt. Wenn ich mich irre, lass ich mich gern eines besseren belehren. Seht selbst, die Unschärfe bitte ich zu entschuldigen, leider habe ich keine ruhige Hand:

Und jetzt muss ich schon wieder los, am Dohlenhotel herrschte vorhin, als ich vom Einkauf kam, schon reger Betrieb. Lasst es Euch gut gehen!

Allgemein, Fotos, Geschichten, So schön ist Mecklenburg Vorpommern, Wolgast

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Gestern hatte ich die Schwäne verpasst. Wegen der Regenschauer hielt ich mich nur kurz am Teich auf. Nach dem Essen überfiel mich eine bleierne Müdigkeit und ich bin tief und fest eingeschlafen, was bei mir eher selten vorkommt. Zwei Stunden später wurde ich vom Gemurmel auf dem Hof wach. Bei strahlend blauen Himmel saßen die Nachbarn beim Kaffeeklatsch. Ein Blick zur Uhr sagte mir zwar, dass es für einen Kaffee schon ziemlich spät sei, aber ich brühte mir doch noch einen und gesellte mich schlaftrunken zu den Nachbarn. Die Sonne schien zwar, aber es war ziemlich frisch. Gegen 19.00 Uhr erwachten meine Lebensgeister wieder ein wenig, die Sonne schien wie jeck und ich dachte kurz sehr, sehr kurz darüber nach, nochmals zum Schwanennest zu radeln. Der Schweinhund siegte und fesselte mich an die Couch. Den Wetterbericht für heute bekam ich gerade noch so mit. Für heute war Sonne pur angesagt und für Rügen Seenebel. Na, Rügen ist ja weit weg, dachte ich und stellte mir den Wecker auf dem Smartphone auf 6.00 Uhr. Dann dümpelte ich noch etwas vor dem Fernseher rum, nichts interessierte mich wirklich und ich war sowas von müde, dass ich zu für mich ungewöhnlich früher Stunde im Bett verschwand. Trotz Kaffee zu relativ später Stunde schlief ich tief und fest und stellte am Morgen fest, dass ich verpennt hatte. Das Smartphone lag im Wohnzimmer und hatte vergeblich versucht, mich zu wecken. Na prima. Na, prima, dachte ich gleich noch einmal, als ich den Kirchturm im dichten Nebel kaum ausmachen konnte. Frustriert verschwand ich erst einmal im Bad. Beim Teekochen konnte ich den Kirchturm schon erkennen. Der Tee war viel zu heiß, also füllte ich ihn in die Thermosflasche und verstaute diese in der Satteltasche zum Stativ. Schnell schnallte ich mir den Kamerarucksack auf, holte das Fahrrad aus dem Schuppen und machte mich auf dem Weg. Vom Fahrradweg aus habe ich einen kurzen Moment Sicht auf das Schwanennest, das natürlich leer war. Schiete. Trotzdem überquerte ich die stark befahrene Bundesstraße, nachdem ich noch die Mohnblumen am Wegesrand forografiert hatte.

Ich stellte mein Rad ab und ging die kleine Böschung hinab und konnte mein Glück kaum fassen, links von mir ziemlich dicht am Ufer schwamm Familie Schwan, hastig holte ich die Kamera aus dem Rucksack und hielt den Finger auf dem Auslöser, wunderte mich allerdings etwas , dass die Bilder auf dem Monitor so eigenartig aussahen, dachte noch, der Seenebel sei jetzt über dem Teich und verfolgte die Schwanenfamilie, die zügig über den Teich schwamm und gleich darauf in einer nicht einsehbaren Bucht verschwand.

Als ich diesen kleinen Kerl vor der Linse hatte, ärgerte ich mich mächtig, hatte ich doch vor lauter Hast, Eile und Ungeduld versehentlich das Modusrad verstellt:

Ach, Hedwig, Du lernst es wohl nie, schimpfte ich vor mich hin. Gelassen füllte ich mir erst einmal meinen Tee ein und setzte mich auf einen umgesägten Baum. Langsam kehrte Ruhe in mir ein und ich wunderte mich, wie schnell es mir gelang, den Verkehrslärm hinter mir auszublenden und die Schönheit und Ruhe des Teiches zu genießen:

Ich machte noch einige Fotos, die ich demnächst zeigen werde, dann zeigte sich Familie Schwan wieder:

Frohgemut fuhr ich nach Hause und bin schon wieder in Eile, denn am Nachmittag will ich noch aufs Dorf zu meiner Bekannten, wo ich noch immer dabei bin, den kleinen Gartenteich wieder zum Leben zu erwecken.

Allgemein, Fotos, Geschichten, So schön ist Mecklenburg Vorpommern

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben

zwischen zwei heftigen Regenschauern radelte ich heute am frühen Nachmittag zum Schwanennest. Schiete, das Nest war leer, kein Schwan und breit. Der Weiher hat jedoch viele Buchten und ist nur von einer Stelle einsehbar, so dass ich die Hoffnung nicht aufgebe, doch noch die Familie Schwan vor die Linse zu bekommen.

Ein Reiher schwebte über den Teich und landete auf einem Baum. Schnell ein Foto, dann drehte ich mich um und holte mein Stativ aus der Satteltasche. Der Augenblick reichte dem Reiher aus, wieder zu verschwinden.

Kaum hatte ich die Kamera auf dem Stativ befestigt, fing es wieder an zu regnen. Also Kamera und Stativ verstaut, ein Blick zurück und gelassen schwebte der Reiher grinsend über den Teich.

Jetzt werde ich mich sofort auf die Couch begeben und lesen, obwohl gerade mal wieder die Sonne scheint.

Allgemein, Fotos, Geschichten, So schön ist Mecklenburg Vorpommern

Luftbaronin Hedwig, die Tollkühne, furchtlose Erforscherin des Abendhimmels

Diesen Beitrag hatte ich ja schon 2018 veröffentlicht, inspiriert durch Linsenfutter zeig ich ihn heute noch einmal.

Auf diesen Namen wurde ich gestern am späten Abend mit Feuer und Champagner nach erfolgreicher Ballonfahrt getauft. Damit ging endlich, endlich einer meiner großen Träume in Erfüllung. Hier hatte ich ja bereits von diesem Traum erzählt:Ein immer noch unerfüllter Traum

Nachdem ich in der Vergangenheit immer wieder einmal den Ballon hier in den Lüften gesehen habe, recherchierte ich im Netz und stellte fest, dass die Müritzballone auch von Demmin aus starten. Also keine große An- und Abreise, das sollte doch wohl möglich sein.

Immer wieder hatte ich meinen Mann versucht, von einer Ballonfahrt zu begeistern. Keine Chance. Da schenkte ich ihm eben völlig uneigennützig das Ticket zu Weihnachten. Nun kam er nicht mehr umhin, er musste gestern mit, aber so ganz ungelegen kam ihm das Abenteuer wohl nicht.

Um 18.15 Uhr trafen wir uns und im Jeep ging es dann zum Startplatz. Hier mussten alle kräftig mit anpacken, um den Ballon startklar zu machen. Rein zufällig hatte ich die Kamera in der Hand und leider keine Hand frei:

Das ganze dauerte länger als eine Stunde, war aber auch sehr spannend. Endlich durften wir in den Korb klettern, sieben Gäste und Jan der Kapitän (oder wie heißt das in der Luftfahrt? Pilot?) waren an Bord. Dann ging es los. Wir stiegen auf:

Leider wehte uns der Wind Richtung Süden, also nichts von wegen unser Grundstück mal von oben zu bewundern. Ein kurzer Blick auf Demmin und dann nur noch ins weite Land:

Leider wurde in 1000 m Höhe die Sicht sehr schlecht. Es wurde sehr dunstig, aber so weit oben zu sein, war schon toll:

Der Kummerower See lag genau im Westen, gegen die Sonne habe ich das nicht besser hinbekommen.

Das Begleitfahrzeug konnten wir immer wieder einmal von oben betrachten. Der Fahrer stand im Funkkontakt zu unserem „Chef“ und bekam immer wieder neue Anweisungen, wo er hin fahren solle. Uns war das völlig schnuppe, wenn nicht der Brenner in Betrieb war, herrschte eine himmlische Ruhe. Immer wieder machten wir uns gegenseitig auf interessante Motive aufmerksam. Hier noch eine kleine Auswahl davon:

Hinter diesem hübschen Gutshaus im Ort Gützkow bei Röckwitz verpackte ich meine Kamera. Das war auch gut so, denn nachdem bereits die anderen sechs Mitfahrer aus dem Korb geklettert waren, wollte der Ballon nochmals in die Luft. Als sich der Korb ganz sachte auf die Seite gelegt hatte, konnte ich bequem heraus krabbeln. Dann wurden wirklich alle Hände gebraucht, um den Ballon und alles andere wieder zu verstauen. Danach gab es noch die feierliche Taufe und als frisch gebackene Luftbaronin fuhren wir überglücklich zum Treffpunkt, wo mein kleines Auto schon sehnlichst auf uns wartete.

Nachdem wir die Katzen versorgt hatten, verband ich sofort die Kamera mit dem Fernseher und ließ die Fahrt nochmals Revue passieren. Ein tolles Erlebnis, kann ich nur sagen.

Allgemein, Fotos, Geschichten, So schön ist Mecklenburg Vorpommern

Manchmal kommt es anders, als man denkt

Für den Himmelfahrtstag hatte ich mir vorgenommen, schon frühzeitig in den Wald zum Adlerhorst zu fahren. Schon vor 7.00 Uhr saß ich frohgemut im Auto. Spätestens zu Mittag wollte ich zurück sein, denn ich hatte den Enkelinnen versprochen, ihnen das kleine alte Auto auszuleihen. Plötzlich klingelte hinten im Kofferraum mein Telefon. Wer ruft denn um diese Zeit bei mir an. Alle, die mich kennen wissen ganz genau Vor Acht darf die Oma nicht geweckt werden . Also hielt ich bei nächster Gelegenheit an, denn es konnte nur etwas passiert sein. Zwei Anrufe eines Freundes, den ersten hatte ich gar nicht gehört. Er fragte, ob ich für den Feiertag schon etwas vorhätte. „Ich sitze bereits im Auto, ich will in den Wald zum Adlerhorst. Weshalb fragst Du?“ „Das ist ja schade, ich wollte Dich gerade fragen, ob wir bei dem schönen Wetter nicht einen Ausflug machen wollen. Ich dachte an Kap Arkona, da wolltte ich schon immer mal hin.“ „Hmm, können wir das nicht auf Morgen verschieben?“ „Nee, morgen soll es ab Mittag auf Rügen regnen.“ Ich überlegte nicht lange, denn ich wollte schon seit langem mal in das kleine Fischerdörfchen Vitt, in der Nähe von Kap Arkona. Meine Stralsunder Freundin, die auf Rügen aufgewachsen ist, hatte mir schon vor vielen Jahren davon vorgeschwärmt. Obwohl ich schon oft auf Kap Arkona war, hatte ich es bisher nicht geschafft, mir dieses Dörfchen anzuschauen. Das war also DIE Gelegenheit. Ich zauderte nicht lange und verabredete mich für 8.00 Uhr am Postel mit ihm. Schnell stellte ich den Enkelinnen das Auto vor die Tür, hinterlegte die Papiere und den Schlüssel an dem üblichen Ort, eilte nach Hause, zog mich um, packte den nagelneuen Picknick- Korb

und stand pünktlich um 8.00 Uhr an der vereinbarten Stelle. Ich freute mich wie ein Schneekönig. Strahlend blauer Himmel, warm und gute Laune. Perfekt für einen Ausflug. Natürlich hatte ich die Kamera dabei. Nein, mit der Fähre von Stahlbrode nach Glewitz übersetzen wollte der Freund nicht. Schade eigentlich, ich liebe diese Fähre, da habe ich immer gleich ein Urlaubsfeeling und das Gefühl wirklich auf eine Insel zu fahren. Und landschaftlich schön ist es da im Süden von Rügen auch. Na gut, ich bin der Gast, mit der Fähre kann ich ja mal wieder übersetzen, wenn mich meine Freundin besucht.

Aber das Navi hatte ein Einsehen mit mir. Es ist nicht auf dem neuesten Stand und lotste uns kurz hinter der Rügenbrücke auf eine Nebenstrecke. Das ist ja eigenartig, dachte ich, so bin ich ja noch nie nach Arkona gefahren. Eine landschaftlich wirklich schöne Strecke, auf der wir ziemlich allein unterwegs waren. Dann dämmerte es mir, wir waren kurz vor der Wittower Fähre. Dem Freund wurde ganz blümerant, als er hörte, dass er nun doch auf eine Fähre müsse. Das Timing war perfekt, wir kamen an, fuhren auf die Fähre und die legte ab. Wenige Minuten später waren wir schon auf der anderen Seite und bald darauf auf dem Parkplatz Putgarten. Dort suchten wir uns eine Bank , packten den Picknickkorb aus und frühstückten in aller Ruhe.

Dann bummelten wir gemächlich nach Vitt:

Viele Radfahrer waren unterwegs und einige Fußgänger, denn mit dem Auto darf man nur mit Sondergenehmigung ins Dorf fahren. Bald hatten wir das Dörfchen erreicht, wo ich einige Bilder schoss:

Bald bummelten wir auf dem Waldweg weiter zum Kap Arkona. Natürlich machten wir den einen oder anderen Fotostop:

Bald hatten wir den Peilturm erreicht. Natürlich wollten wir auch nach oben auf die Aussichtsplattform, wo der Freund mit seinem Feldstecher die Gegend betrachtete. Ich lief mehrmals rings herum und meine Kamera heiß:

Nach dem Abstieg gönnten wir uns einen Kaffee und einen Schwatz mit dem Turmherrn. Dann bummelten wir noch etwas weiter. Auch auf Kap Arkona gibt es ein schönes Stromhäuschen:

Dann hieß es auch schon wieder Abschied nehmen. Ein Blick zurück:

Gemächlich bummelten wir zurück zum Parkplatz. Auf der Rückfahrt wollte uns das Navi wieder in die Wüste schicken. Aber wir widersetzten uns diesmal den Anwesungen der dummen Tussi im Gerät und fuhren so, wie ich die Strecke kannte, denn wir hatten schon vor längerer Zeit gelesen, dass der Ausbau der B96 fertig gestellt sei. Kurz vor 18.00 Uhr war ich wieder zu Hause. Ein wirklich schöner Ausflug. Danke lieber Freund!

Ihr kennt es ja schon, wenn Ihr mögt, könnt Ihr die Bilder zum Vergrößern anklicken.