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Zurücklassen

so lautet die die aktuelle Fotochallenge von Royusch https://wordpress.com/read/blogs/124815824/posts/14823, an der ich mich gern beteilige.

Oftmals bin ich in meinem Leben umgezogen. In meiner Kindheit und Jugend bereits mehrfach und auch später im Erwachsenenleben des Öfteren. Bei jedem Umzug habe ich etwas zurücklassen müssen, Schulfreunde in der Kindheit, später diverse Möbel, die in die neuen Wohnungen nicht mehr passten oder Haushaltsgegenstände, die nicht mehr schön genug für das neue Heim waren und vieles mehr.

Die schönen Erinnerungen habe ich auch immer mitgenommen, die weniger schönen auch, aber davon habe ich mir nie mein Leben vergällen lassen.

Mein letzter Umzug ist jetzt etwas mehr als zwei Jahre her. Lange überlegte ich, was mit meinen Katzen werden solle. Meinen Kater Bolle hätte ich schon gern mitgenommen. Aber der Verstand siegte. Unsere Katzen waren absolute Freigänger und liebten es, uns bei unseren Spaziergängen über Wiesen und Felder zu begleiten. Ständig waren sie auch allein unterwegs.

Jetzt wohne ich in der Stadt, nur wenige Meter von der stark befahrenen Bundesstraße entfernt. Ich hätte den Kater wochenlang einsperren müssen und dann das Risiko des Verkehrs in der Stadt. Nein, das wollte ich ihm nicht zumuten. Schweren Herzens entschied ich mich, Bolle zurückzulassen. Er hatte ja seine beiden Freundinnen Frollein Schwarz und die kleine freche Susi bei sich und wurde wohl auch gut versorgt, hoffe ich zumindest.

Die Erinnerungen an das Katzenkino und viele Fotos habe ich ja mitgenommen.

Frollein Schwarz ist irgendwann sang und klanglos verschwunden. Die kleine freche Susi wurde vermutlich angefahren und hat das nicht überlebt. Kater Bolle geht im Frühjahr immer für einige Wochen auf Reisen. Jetzt hab ich schon lange nichts von ihm gehört. Ab und zu verprügelt er den Kater des Nachbarn, was mir dann immer berichtet wird.

Aber die Erinnerungen bleiben mir ja. Nun hier noch ein Foto von Bolle und der frechen Susi:

Kommt vergnügt durch die Woche, bleibt optimistisch und gesund!

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So ein Schlingel, dieser Kater

Um es gleich vorweg zu sagen, der Kater auf dem Foto ist nicht der Schlingel, von dem ich erzählen will, das ist der legendäre Bruno. Von dem Schlingel gibt es kein Foto. Ich habe ihn erst einmal gesehen, als er gemütlich aus seinem Wohnzimmerfenster stieg und einen kurzen Spaziergang auf dem Hausdach unternahm bevor er es sich am Schneegitter gemütlich machte. Aha, deshalb ist das Schneegitter also so ausgebeult.

Der Kater wohnt über mir im ausgebauten Speicher des alten Fachwerkhauses. Da oben gibt es nur solche Klappfenster. Als ich mich über den „Dachhasen“ amüsierte, erzählten mir die Nachbarn folgende Geschichte:

Die Besitzerin des Katers wunderte sich eines Tages über eine Boxershorts in ihrem Wohnzimmer, die weder ihrem Mann, noch ihrem Sohn gehörte. Die hätten da garantiert nicht reingepasst. Tage später fand man ein fremdes Handtuch, dann einen Handschuh und diverse Putzlappen. Sehr mysteriös diese Angelegenheit.

Eines Tages saß die Nachbarschaft beim gemütlichen Kaffeeklatsch im Garten. Der Kater stieg aus dem Wohnzimmerfenster, lief gemütlich über das Dach, sprang elegant auf den oberen Teil des Badfensters in der Nachbarwohnung, so dass es sich öffnete. Flugs verschwand er im Bad des Nachbarn. Kurze Zeit später erschien er wieder auf dem Dach. Stolz wie ein Spanier stolzierte er mit hoch erhobenem Schwanz und einer Socke im Mäulchen über das Dach und verschwand in seinem Wohnzimmer. Nun war das Rätsel gelöst. Der Nachbar ist handwerklich sehr begabt. Schnell baute er eine Sperre ein, so dass der Kater das Fenster nicht mehr öffnen kann.

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Hurra, der stolze Kater ist zurück!

Kaum hatte sich unser stolzer Kater von seiner Erkrankung Ende Februar erholt, von der ich hier berichtete: Armer Kater ist so krank 

ging er Mitte März auf Reisen. Wir waren ganz schön traurig. Vorgestern am späten Abend bekam ich eine Whatsapp Nachricht von meinem Mann. Der stolze Kater ist nach über sechs Wochen zurück gekehrt. Die beiden schwarzen Miezen fanden das anfangs wohl nicht so toll. Entweder leiden sie an Gedächtnisschwund oder sie sind beleidigt, wegen seiner Untreue. Heute hörte ich am Telefon, dass die Schwarzen ihm offensichtlich verziehen haben. Gemeinsam toben die drei wieder über das Grundstück, so wie sie es immer taten:

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Liebe?

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Armer Kater ist so krank

Unser stolzer Kater führt  seit Wochen heftige Revierkämpfe mit dem Streuner aus, den wir Seeräuber nennen. So war es auch am Samstag. Ich hörte die Kater kreischen und mein Mann sah, wie der Seeräuber unseren Kater durchs Gelände jagte. Stunden später kam das arme Kerlchen mit einer ziemlich großen Wunde am linken Hinterbein nach Hause, die aber glücklicherweise schnell abtrocknete. Sonntag war noch alles in Ordnung. Ab Montag ging der Kater nicht mehr nach draußen und fing an zu hinken, allerdings auf dem rechten Beinchen. Er lag den ganzen Tag und schlief. Gestern lief er nur noch auf drei Beinchen. Er hatte offenbar starke Schmerzen im rechten Hinterbein. Voller Sorge fuhr ich mit ihm in die Tierarztpraxis.  Das Bein war sehr geschwollen. Die Tierärztin fand auch noch zwei kleine Wunden, die sich offenbar infiziert hatten, denn das kleine Kerlchen hatte hohes Fieber, 40,9 °. Oha. Das Röntgenbild ergab zum Glück keine anderen Verletzungen. Zwei Spritzen gab es.  Zwei Medikamente gegen Schmerzen und Entzündung sowie ein Antibiotikum müssen wir ihm nun zu Hause verabreichen.. Hoffen wir, dass er sich schnell erholt!P1110625

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Katzen auf dem Abenteuerspielplatz

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Na klar kann ich klettern!

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Hier müsst ihr hochkommen, da draußen sind die beiden Krachmacher!

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Tatsächlich, das sind ja wirklich nur zwei Kraniche und die machen solchen Krach als wären es hundert

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ich bin schon wieder platt

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Bolle, Du bist vielleicht ´ne Flasche!

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Dafür bin ich viel fotogener als Du!

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Susi, sei bloß vorsichtig, das klingt ja schaurig aus dem Rohr, ich glaub, ich hab Angst!

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Unser stolzer Kater ist wirklich keine Leuchte

Gestern  Mittag habe ich meine beiden Enkel, die ihre zweite Woche der Winterferien bei uns verbracht hatten, ihrer Mama zur Tankstelle kurz vor der Autobahnauffahrt gebracht, denn sie wollten gemeinsam zu ihrem Berliner.

Normalerweise falle ich nach einem Enkelbesuch sofort erschöpft auf die Couch.  Das hatte ich auch für gestern angekündigt, was bei dem herrlichen Frühlingswetter ja wohl eine Sünde gewesen wäre. Ich lud also meinen Mann und die drei Katzen zu einem Spaziergang über die Wiesen und Felder ein. Ich überlegte noch kurz, ob ich die Kamera mitnehme, entschied mich aber dagegen. Leider.

Wir bummelten über die holprigen Wiesen und kamen den beiden Kranichen, die schon seit Tagen Krach machen, als seien sie hunderte,  ziemlich nahe, denn der Wind wehte uns entgegen, aber die Sonne kam auch von vorn, wäre es eh nichts geworden, mit den Fotos. Drei Rehe beäugten uns ziemlich lange und ein Fuchs schnürte am Waldrand entlang.

Unsere drei Katzen waren forsch unterwegs, bis wir zum ersten Hochsitz am Bachlauf kamen. Unser Mutterkatze Frollein Schwarz marschierte sofort die Leiter hoch. Wir waren baff. Unsere schüchterne Katze kletterte auf den Hochsitz, das hatten wir noch nie erlebt. Nun bedauerte ich wirklich sehr, die Kamera nicht dabei zu haben. Die kleine Susi machte es ihrer Mutter sofort nach. Nur Don Carlos, der stolze Katerprinz blieb unschlüssig unten sitzen. Nach längerem Überlegen kletterte er am Gebälk nach oben. Stolz schaute er auf uns herab. Wir amüsierten uns eine Weile und waren stolz, auf die beiden schwarzen, die behende wieder nach unten kletterten. Frollein Schwarz stieg die Leiter hinunter und die freche Susi ließ sich elegant am Gebälk herab. Der Kater lief unschlüssig und jammernd da oben herum, stieg aufs Geländer und dann auch noch aufs Dach. Wir riefen und pfiffen, nichts half, der Prinz wusste nicht , wie er wieder herunter kommen sollte. Nicht einmal die Knistertüte mit den Leckerlis half. Wir gingen weiter, in der Hoffnung, das würde den Kater zum Abstieg animieren. Keine Chance. Nach geraumer Zeit kehrten wir um und mein Mann stieg auf den Hochsitz. (Bekam seinem geplagten Rücken wohl ganz gut.) Mit viel Mühe pflückte er den Kater vom Dach. Der wusste aber immer noch nicht, wie er weiter nach unten kommen soll, oder er wollte meinen Mann prüfen, wer weiß das schon. Nach schier endlosen Minuten klemmte sich mein Mann das Katertier unter den Arm und stieg die Leiter vorsichtig hinunter.

Endlich konnten wir weiterziehen. wir schlenderten den Hügel hinauf und setzen uns auf die Wiese, genossen den Sonnenschein und stellten fest, dass es wahrlich viele verschiedene Grüntöne in dieser erwachenden Natur gibt. Als eine dicke Hummel vorbeibrummte, konnte ich mir schwerlich vorstellen, dass es nochmals Schnee geben könnte in diesem Winter. Aber war es im vergangenen Jahr nicht auch so, dass der Winter erst kam, als die Winterferien der Enkel schon vorbei waren?

Zur Erinnerung, wie Winter aussehen kann:

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Ende Februar 2018

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Ostern 2018

Und jetzt gehe ich erst einmal mit der Kamera in den Garten, der Kater schläft noch, er hatte nämlich wieder Nachtschicht.

Ich wünsch Euch allen ein sonniges Wochenende!