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Einen Plan B hatte sie nie

Das ist in der heutigen Ausgabe des Nordkuriers zu lesen und erfüllt die Oma natürlich mit riesigem Stolz. Handelt es sich hier doch um die zweite meiner Enkelinnen, von der ich hier https://wordpress.com/read/blogs/128025175/posts/17533 erst vor einigen Tagen erzählt hatte. Ein Vögelchen hatte mir geflüstert, dass heute der Artikel im Nordkurier erscheinen würde, also eilte ich zum Supermarkt, als Sturmtief Ignatz mal kurz Luft holte, um mir die Zeitung zu kaufen.

Und hier ist das Foto, das mein Kollege damals gemacht hatte, als meine Enkelin und sein Sohn am Tag der Einschulung vor der Aufführung auf die Vineta- Bühne gerufen und zu ihrer Einschulung beglückwünscht wurden:

Und hier ist ein Foto, das ich 2014 vor der Vorstellung machte, als sie mit gerade 11 Jahren bei Vineta eine Saison lang das Sonntagskind spielte:

Ach ja, und dann habe ich noch einen Link. https://www.nordkurier.de/anklam/emma-ist-die-juengste-schauspielschuelerin-in-zinnowitz-2145569810.html Hier ist der Artikel wahrscheinlich besser zu lesen.

Das Foto in diesem Zeitungsartikel stammt übrigens von Emmas Schwester, die nicht nur eine fleißige Studentin und begnadete Tortenbäckerin, sondern auch eine gute Fotografin ist.

Ich hoffe, Ihr kommt gut durch das Sturmtief Ignatz, dass sich hier noch in Grenzen hält.

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twee gebroeders

Royusch hat wieder mit einem lesenswerten und sehr interessanten Beitrag zu seiner wöchentlichen Fotochallenge, diesmal zum Thema „Boot“ aufgerufen:https://wordpress.com/read/blogs/124815824/posts/15594

Gern beteilige ich mich heute damit, denn mir war vor einigen Tagen ein interessantes Boot im Wolgaster Stadthafen aufgefallen. Also spazierte ich gestern zum Hafen, um es zu fotografieren:

Leider habe ich die Mastspitze abgeschnitten, aber heute regnet es, also müsst Ihr ohne Mastspitze auskommen, oder soll ich ausnahmsweise doch zwei Bilder zeigen?

Lange musste ich im Netz suchen, um etwas über die „twee gebroeders“ zu finden. Ich hatte schon vermutet, dass es sich um die „kleine Schwester“ der „Weißen Düne“ handelt, wusste allerding nicht, wie das Boot heißt.

„Auf dem kleinen friesischen Frachtsegler von 1901 können Gäste in entspannter Atmosphäre die Seele baumeln lassen, dem Wind lauschen und die Natur aus einer ganz besonderen Perspektive beobachten.

Das Skûtsjesegeln ist segeln mit alten Frachtschiffen. Beim Skûtsje handelt es sich um ein Segelschiff ohne Kiel, also ein Schiff mit flachem Boden und hölzernen Schwertern an den Seiten. Diese Schiffe stammen aus dem letzten Jahrhundert und wurden dazu genutzt um Torf, Gemüse, Blumenzwiebeln oder anderen Ladungen so dicht wie möglich an die Bauernhöfe zu bringen oder von dort abzuholen. Die Schiffe mussten im Gewässer mit geringem Tiefgang fahren können und wurden daher lang und flach konstruiert. Ein Skûtsje kennzeichnet sich durch Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit aus. Segeln auf einem Skûtsje macht Spaß und entspannt.“ Dieser Text stammt von der Website der twee gebroeders: /http://www.tweegebroeders.de/

Kürzlich war in der Zeitung zu lesen, dass sich Familie Bothe, die Eigner der „Weißen Düne“ und „twee gebroeders“ entschlossen haben, nun doch in Wolgast zu bleiben und nicht nach den Niederlanden zu gehen. Das stand ja während und nach dem lockdown einige Zeit im Raum. Gut zu wissen. Dann muss ich mich mich für den nächsten Sommerbesuch meiner Freundin mal um Tickets mit der „twee gebroeders“ kümmern.

Habt einen guten Start in die Woche, ich muss gleich Omapflichten nachgehen….

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3 Tage in meiner vogtländischen Heimat

3. Klingenthal und die Talsperre Muldenberg

In Klingenthal parkten wir unser Auto und spazierten über die Staatsgrenze nach Tschechien, wo wir leckere böhmische Semmelknödel mit Fleisch und Soße verspeisten. Ein wahrer Genuss! Jeder, der die böhmische Küche kennt, wird mich verstehen.

Anschließend fuhren wir zur vor Vogtlandarenaa, der Sprungschanze, die die legendäre Aschbergschanze ersetzen sollte. Normalerweise kann man mit der Erlebnisbahn bis zur Aussichtskanzel hochfahren und die Aussicht über das schöne Vogtland genießen. Normalerweise. Aber genau an dem Tag, als wir dort waren, war die Erlebnisbahn wegen Wartungsarbeiten geschlossen. Dumm gelaufen! Also begnügte ich mich mit zwei Fotos:

Der flache Schanzenauslauf hat mich sehr verwundert, aber scheint ja funktionieren.

Wir überlegten kurz, was wir stattdessen unternehmen sollten und entschieden uns für einen Spaziergang an der nahegelegenen Talsperre Muldenberg, die ich noch nicht kannte:

Die Talsperre (1920-1925 erbaut) versorgt ungefähr 100.000 Menschen in 21 Orten mit Trinkwasser und dient darüber hinaus dem Hochwasserschutz. Baden, Angeln usw. ist daher nicht erlaubt, aber der Spaziergang über die Staumauer hat uns gefallen.

Nach dem Kaffeetrinken in der Flößerstube machten wir und in das Dörfchen Raun auf, wo die Zeit stehen geblieben ist. Aber dazu gibt es gleich noch einen gesonderten Beitrag.

Habt ein schönes Wochenende!

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Drei Tage in meiner vogtländischen Heimat

2. Markneukirchen, Wiege des deutschen Musikinstrumentenbaues

Im Sommer 1971 führte uns die Cousine meiner Freundin durch das Musikinstrumentenmuseum in Markneukirchen. Vor einigen Wochen hat sie nach 40-jähriger Tätigkeit, davon viele Jahre als Direktorin, ihren wohlverdienten Ruhestand angetreten. Natürlich hat sie uns auch diesmal durch das Museum geführt. Zu jedem Instrument konnte sie eine Geschichte erzählen. Fotos habe ich hier nicht gemacht, Ihr wisst ja, vergessenes Ladegerät… Aber hier könnt Ihr, wenn ihr wollt, etwas zum Museum nachlesen: https://museum-markneukirchen.de/sammlungen-ausstellungen

Der Musikinstrumentenbau hat in Markneukirchen eine Jahrhunderte alte Tradition.

Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges erfolgte im Zuge der Gegenreformation der Zuzug böhmischer Exulanten aus Glaubensgründen nach Markneukirchen. Unter ihnen waren auch 12 Geigenmacher aus Graslitz. 1677 vereinigten sich diese Meister zur ersten Geigenmacherinnung Deutschlands. Damit begann die Tradition des Musikinstrumentenbaus in Markneukirchen. Wurden bis dahin nur Geigen hergestellt, folgten nach 1700 Werkstätten für alle Arten von Orchesterinstrumenten. 1777 gründete sich eine Saitenmacherinnung, 1797 schlossen sich die Waldhorn- und Pfeifenmacher zur Musikalischen Instrumentenmachergesellschaft zusammen. Die Bedeutung von Markneukirchen als Zentrum der vogtländischen Musikinstrumentenindustrie mit weitreichenden Exportbeziehungen wird dadurch unterstrichen, dass von 1893 bis 1916 die USA hier eine Konsularagentur unterhielten.[2] In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts etablierte sich auch der Markneukirchener Zupfinstrumentenbau.[3] Um das Jahr 1900 stammten etwa 50 Prozent der weltweiten Instrumenten- und Bestandteilproduktion aus Markneukirchen und Umgebung.[4] In der Nacht vom 22. zum 23. April 1840 fielen mit den öffentlichen Gebäuden 171 Wohnhäuser, 140 Scheunen und 258 Seiten- und Hintergebäude einem furchtbaren Brand zum Opfer. Mehr als die Hälfte der Stadt – vor allem der älteste Teil – wurde vernichtet.[6] Der Neuaufbau ging recht schnell vonstatten und veränderte das Ortsbild nachhaltig. Die Stadt wurde großzügig, aber vielfach auch nüchterner wieder aufgebaut, bot nun jedoch ausreichend Platz für das Wachstum der Bevölkerung und des Gewerbes. (Quelle: Wikipedia)

Nach dem Museumsbesuch bummelten wir noch etwas durch die Stadt:

Die Bürgerhäuser, die von großem Reichtum sprechen, sollen vor allem den Händlern gehört haben, die die Instrumente vermarkteten. Die Instrumentenbauern sollen zumeist arme Leute gewesen ein. Noch heute werden Musikinstrumente in Markneukirchen gebaut und von vielen berühmten Leuten gespielt. Die Cousine meiner Freundin überschüttete uns förmlich mit ihren unermeßlichen Wissen, aber das würde den Rahmen hier sprengen.

Ein klein wenig gibt es aber noch aus dem Vogtland zu erzählen, aber dazu später.

Bleibt alle schön gesund und optimistisch!

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Was macht eigentlich Familie Socke?

Das werden meine Stammleser vielleicht fragen. Am 31.Juli 2021 hatte ich zuletzt von der Wolgaster Schwanenfamilie berichtet: https://wordpress.com/read/blogs/128025175/posts/16776

Ja, was macht sie eigentlich die Familie Socke? Das fragte ich mich immer wieder und hielt auf meinen Spaziergängen mit langem Hals nach ihr Ausschau. Aber irgendwie konnte ich sie nicht entdecken und war daher froh, dass meine Fotofreundin Ruth in ihrem Status ab und an ein Foto oder Video von Familie Socke postete.

Vor einigen Tagen traf ich nur ein Alttier mit zwei Jungen im Bereich der Amazonenbrücke an. Da war ich in heller Panik und startete meine Radtour am nächsten Tag an der Futterstelle bei der Amazonenbrücke. Was war ich froh, als ich Familie Socke bei der Mittagsruhe antraf. Die Alttiere waren sehr entspannt, obwohl viele Spaziergänger in diesem Bereich unterwegs waren. Vor einigen Wochen fauchten sie noch jeden heftig an, der ihnen zu nahe kam.

Auch heute dümpelte Familie Socke wieder an der Amazonenbrücke herum:

Es sind noch immer sechs Jungtiere, die schon sehr groß geworden sind und ein richtiges Federkleid tragen.

Ich stand ein Weilchen auf der Brücke und schaute ihnen zu. Kam ihnen eine vorwitzige Ente zu nahe, schnappten die Jungen auch schnell mal zu.

Dass ich ihnen kein Futter mitgebracht hatte, fanden sie allerdings nicht so toll. Na, wenn die gewusst hätten, dass ich gerade vom Bäcker kam und ein Weizenbrot für meinen Nachbarn im Rusack hatte… Die Naturschützer unter Euch müssen nun kein Protestgeschrei loslassen. Ich weiß, dass man Wasservögel nicht füttern soll und halte mich daran. Meistens. 😉

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Drei Tage in meiner vogtländischen Heimat

1. Das Königliche Staatsbad Bad Elster

Im Sommer vor 50 Jahren verbrachten meine Freundin und ich einen Teil unserer Semesterferien im Vogtland. Wir wohnten bei der Oma meiner Freundin in Markneukirchen, wanderten lustig durch die Gegend und besuchten auch unsere Studienfreundin S. in ihrem Heimatdorf. S. konnte aus familiären Gründen leider nicht an unserem Seminargruppentreffen teilnehmen, also trafen wir uns in Bad Elster, wo sie seit diesem Jahr wohnt.

In Bad Elster weilte ich 2015 zur Reha. Einige Fotos hatte ich hier schon einmal gezeigt: Königliches Staatsbad Bad Elster

Viel gab es zu erzählen, denn wir hatten uns einige Jahre nicht mehr gesehen. Wir spazierten durch das Bad und die Kamera lief sich heiß. Das Albert Bad hatte es mir schon 2015 angetan, also führte uns unser Weg dorthin:

Weiter ging es durch den Ort und den herrlichen Kurpark:

Der Marienquelle statten wir einen Besuch ab und probierten die heilenden Wässerchen:

Das entzückende kleine Café, in dem wir 2015 so manchen vergnüglichen Nachmittag bei herrlichem Kuchen verbracht haben, gibt es leider nicht mehr. Das ist wirklich schade.

Irgendwie waren wir zu früh da, denn seit einigen Abenden erstrahlt Bad Elster in königlichem Licht. Näheres könnt Ihr hier erfahren: https://www.saechsische-staatsbaeder.de/erlebnis-und-lichterwelt.html

Bad Elster ist immer wieder eine Reise wert. Hier kann man nicht nur in herrlichen Kuranlagen spazieren, man kann wandern, die Natur genießen, das Vogtland erkunden und im nahen Tchechien leckere Knödel genießen. Wer einmal zu einer Reha muss, sollte sich über die vielen Möglichkeiten in diesem herrlichen Kurbad informieren.

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Wernigerode

Nachdem wir uns ausgiebig in Qudlinburg Quedlinburg umgesehen hatten, war es zu früh, um schon nach Hause zu fahren. Also schlug meine Freundin vor, zum Kaffeetrinken noch das Stückchen weiter nach Wernigerode zu fahren. Die beiden Städte liegen ja nur etwa eine halbe Stunde auseinander. Nun Kaffee haben wir dort nicht getrunken, denn der Zwiebelkuchen, den wir uns in Quedlinburg genehmigt hatten, lag uns noch wie Blei im Magen, obwohl er uns geschmeckt hatte. Einige Fotos habe ich dann aber doch gemacht, teils mit dem Smartphone, teils mit der Kamera:

Wernigerode ist größer, lauter und nicht so anheimelnd wie Quedlinburg, aber auch eine schöne Stadt mit sehr schönen Fachwerkhäusern. Vielleicht nehmen wir uns gelegentlich einmal mehr Zeit, diese Stadt und das Schloss zu erkunden.

Nachdem wir nun schon zwei große Tagesausflüge unternommen hatten, brauchten wir am darauffolgenden Freitag etwas Ruhe. Also verabredeten wir uns mit meinem Bruder und meiner Schwägerin zum gemütlichen Essen in Leipzig. Als wir allerdings am Morgen die Zeitung aufschlugen, lasen wir , das wegen einer großen Demo „fridays for future“ große Teile der Leipziger Innenstadt gesperrt waren. Oha. Wir fuhren also frühzeitig los und wurden von Google maps kreuz und quer manchmal durch abenteuerlich enge zugeparkte Straßen gelotst. Zum Glück fuhr meine Freundin, ich hätte wahrscheinlich am Steuer völlig die Nerven verloren. Irgendwann erreichten wir unser Ziel und hatten noch Zeit, eine halbe Stunde spazieren zu gehen, bevor wir uns beim Inder mit meinem Bruder und seiner Frau trafen. Es war ein wirklich schöner Abend.

Am Samstags hatten wir dann unser Seminargruppentreffen. Immerhin waren wir 16 ehemalige Studienfreundinnen gekommen. Aus gesundheitlichen oder familiären Gründen hatten doch noch einige absagen müssen. Es war trotzdem ein gelungener Abend. Nun freuen wir uns auf unser nächstes Treffen im Jahr 2023.

Den Sonntag ließen wir ruhig angehen, bevor wir dann montags in meine vogtländische Heimat aufbrachen. Dazu wird es auch noch einiges zu berichten geben.

Habt einen guten Start in die Woche und genießt das Leben!

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Landschaft

Der liebe Roland hat zu seiner wöchentlichen Fotochallenge heute zum Thema „Landschaft“ wieder mit einem sehr interessanten Beitrag und einem spektakulären Foto aufgerufen. https://wordpress.com/read/blogs/124815824/posts/15585

Ich sichtete mal in aller Schnelle meine Fotos, die ich während meiner dreitägigen Reise in meine vogtländische Heimat aufgenommen habe. Ich habe es sehr genossen, durch mein geliebtes Vogtland zu fahren und auch zu wandern, musste allerdings feststellen, dass ich wegen des vergessenen Ladegerätes für die Kamera keine vernünftigen Landschaftsbilder gemacht habe. Das ist nicht weiter schlimm, denn ich habe sie ja im Kopf abgespeichert und erinnerte mich daran, dass mein „großer“ Bruder oft mit uns im Vogtland spazieren gefahren ist, wenn wir die Eltern in Plauen besuchten.

Aber ein Handyfoto habe ich doch gemacht, das ich hier zeige, obwohl es nicht von bester Qualität ist. Es entstand auf einer kleinen Wanderung von Wernitzgrün nach Landwüst mit meiner Freundin und ihren beiden Cousinen, die zu Landwüst eine besondere Beziehung haben:

Habt einen schönen Sonntag und genießt das herrliche Herbstwetter!

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Freude

Royusch hat in seiner wöchentlichen Fotochallenge zu einem Beitrag zum Thema Freude aufgerufen.https://wordpress.com/read/blogs/91835261/posts/43209

Gern beteilige ich mich daran. Ich dachte darüber nach, welch kindliche Freude es mir bereitet, wenn ich meine Avocadopflanze betrachte, die ich aus einem Kern gezogen habe.

Einen Kern, der schon einige Wochen auf dem Wasserglas wohnte, schenkte ich meiner Nachbarin. Ganz begeistert erzählte sie mir dieser Tage, dass sich ihr Kern gespalten habe und nun wohl zu keimen begänne. Sie teilt meine Freude, denn geteilte Freude ist bekanntlich doppelte Freude.

Meine Avocadopflanze, von der ich hier Lügen haben kurze Beine schon einmal erzählt habe, ist inzwischen 47 cm hoch und durfte zu Beginn des Sommers vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer, das auf der Südseite liegt, umziehen. Das gefällt ihr sehr gut. Zum Fotografieren durfte sie mal kurz auf dem Tisch stehen.:

Den Frosch, der im Hintergrund argwöhnig mein Treiben beobachtet, schenkte mir vor vielen, vielen Jahren meine ältere Tochter, als sie noch im Alsterhaus in Hamburg lernte. In jede meiner Wohnungen, in der ich zwischenzeitlich wohnte, durfte er im Wohnzimmer wohnen. Er bereitet mir immer noch große Freude.

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Thereminkonzert in der Gertrudenkapelle in Wolgast

Gestern war „Tag des offenen Denkmals“. Deshalb war die Gertrudenkapelle geöffnet. Im vergangenen Jahr sollte sie nach erfolgreicher Restaurierung feierlich wieder eröffnet werden, aber Ihr kennt ja das Drama Lockdown….

Gestern fand das erste offizielle Konzert in der restaurierten Kapelle statt. Es war ein Benefizkonzert für die Skt. Jürgenskapelle, wo vor einigen Wochen durch Brandstiftung ein immenser Schaden entstand:

Robert Meyer aus Zinnowitz spielte auf seinem Theremin. In der langen Kunstnacht habe ich ihn das erste Mal im Rungehaus erlebt. Also stand fest, dass ich da gestern unbedingt hin wollte.

Hier könnt Ihr alles zu Robert Meyer nachlesen, wenn es Euch interessiert: https://www.theremin-meyer.de/

Das Theremin wurde 1920 vom Skt. Petersburger Wissenschaftler Leon Theremin erfunden. Das Theremin ist nicht nur eines der ersten elektroakustischen Instrumente, es gilt durch seine besondere Spielweise auch als das am schwersten zu beherrschende Musikinstrument überhaupt. Der Spieler dringt mit seinen Händen in zwei elektrostatische Magnetfelder ein und verändert diese durch Abstände und die Kapazität seines Körpers. Der monophone Ton des hetorodynen Schwebetongenerators wird wie auf einer unsichtbaren Saite mit der linken Hand über die vertikale Antenne angesteuert. Je dichter der Spieler an die Antenne gerät, desto höher wird der Ton. Mit der rechten Hand wird Dynamik und Artikulation erzeugt. Bleibt die Hand dicht an der horizontalen Ebene, so ist der Ton nicht zuhören. Bewegt der Spieler die Hand davon weg, wird der Ton lauter. In unendlich feinen Nuancen ist somit jede Note im Umfang von rund 7 Oktaven spielbar. Es wird also Musik erzeugt, ohne das Instrument zu berühren. Der Musiker steht dabei ziemlich starr auf der Stelle, nur die Hände und Arme bewegen sich. Es ist schon ziemlich beeindruckend, zuzusehen und zuzuhören. Es mutet an wie Zauberei, hat allerdings etwas mit Physik und ganz viel Kunst zu tun. Robert Meyer ist einer der wenigen professionellen Theremisten in Deutschland. Auf seiner Website könnt Ihr die zahlreichen Konzerttermine nachlesen. So spielt er beispielsweise demnächst in Frankfurt/Oder und Schwedt mit dem 70-köpfigen Brandenburgischen Staatsorchester.

Es ist wahrlich schwer zu beschreiben, deshalb stelle ich hier mal ein kleines Video ein:

Im folgenden habe ich einige Bilder als Stapel eingefügt, wenn Ihr die Bilder auf der website schnell anklickt, könnt ihr einen Eindruck gewinnen, wie seine Hände arbeiten:

Frührer arbeiteten Theremine auf Röhrenbasis. In den 40iger und 50iger Jahren erkannte man in Hollywood das Potential des obskuren Instrumentes. Dutzende Sciensfiction- Filme und Thriller wurden vom Therministen Dr. Samuel Hoffmann vertont. Sein imposantes Röhrentheremin existiert noch heute und wird in Kanada eingesetzt.

Heute geht es natürlich moderner. Aus Anlass des 100 -jährigen Jubiläums des Theremins entwarf die amerikanische Firma Moog das Claravox Centennial, auf dem Robert Meyer heute spielt:

Robert Meyer begeisterte sein Publikum mit Werken von Beethoven, Bach, Fauré ,Grieg, Pucchinu und anderen. Den obigen Text habe ich teilweise seinem Programmzettel entnommen und das Foto von Alexandra Stepanoff habe ich im Internet geklaut.

Auf youtube gibt es einige interessante Video zu sehen, in denen Robert Meyer unterschiedliche Werke interpretiert. Mit mir hat er sozusagen einen neuen Fan gefunden…

Genießt das Leben, die Kunst und alles was Euch Freude bringt!