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Pleiten, Pech und Pannen gingen weiter…

Ich hatte hier Wieder zu Hause und hier Manchmal hat man kein Glück und dann ist auch noch Pech dabei schon erzählt, dass mein Urlaub unter keinem guten Stern stand. Aber er hatte auch viele gute Seiten. Da wir uns wegen der missglückten Selketalfahrt ein Neun-Euro-Ticket geleistet hatten, beschlossen wir spontan, es ausgiebig zu nutzen.

Also fuhren wir mit dem Bus vom Dorf nach Leipzig, wo meine Freundin und ich von 1970 bis1974 an der Handelshochschule Leipzig studiert und gemeinsam in einer WG in Gohlis gewohnt hatten. Wir beschlossen, mit der „Bimmel“, ähm Straßenbahn unsere alte Strecke durchs Rosental bis zu unserer alten WG zu fahren. Unterwegs überlegten wir, zwei Stationen weiter zu fahren und nachzuschauen, ob es das „Thüringer Rostbrätel“ noch gibt, eine Gaststätte im Leipziger Norden, in der wir als Studenten gelegentlich am Wochenende zu Mittag aßen, wenn noch genug vom Stipendium übrig war. Was soll ich sagen, es gab es noch und es schmeckte wie in alten Zeiten:

Nachdem wir mit der netten Kellnerin noch über die alten Zeiten geplauscht hatten, enterten wir wieder eine Straßenbahn und fuhren zum Völkerschlachtdenkmal.

„Vom 16. bis 19. Oktober 1813 war Leipzig Schauplatz der Völkerschlacht. Die verbündeten Heere Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens errangen dabei den entscheidenden Sieg über Napoleon und dessen Alliierte auf deutschem Boden. Die Bilanz: 600.000 beteiligte Soldaten aus über zwanzig Völkern, 100.000 tot oder verwundet und eine Typhus-Epidemie in Leipzig, die zehn Prozent der Einwohner das Leben kostet.

Bereits ein Jahr nach der verheerenden Schlacht hatte der Dichter Ernst Moritz Arndt die Idee zu einem Denkmal, das die Gefallenen ehren sollte. 1894 gründet der Leipziger Architekt Clemens Thieme den Deutschen Patriotenbund mit dem Ziel, Spenden für die Errichtung des Denkmals zu sammeln. 1898 reichte die Summe aus, der Grundstein konnte gelegt werden.

1913 wurde das Völkerschlachtdenkmal als Nationaldenkmal eingeweiht.“ Quelle Wikipedia

Ach ja, ich hatte hatte den Artikel ja Pleiten , Pech und Pannen genannt. Genau. Just an diesem Tag waren die Fahrstühle im Völkerschlachtdenkmal kaputt. Also konnten wir nicht nach oben fahren und gingen nur soweit, wie es eben zu Fuß ging. War schade, aber vor über 50 Jahren war ich schon mindestens einmal ganz da oben.

Aber einige Bilder habe ich Euch doch mitgebracht:

Ihr kennt es ja schon, zum Vergrößern könnt Ihr das Foto einfach anklicken.

Beeindruckend war es auf jeden Fall, obwohl wir nicht alles sehen konnten.

Mit der Bimmel ging es dann zurück zum Haupbahnhof, wo wir uns artig anstellten, um in den Bus zurück aufs Dorf einzusteigen. Gerade wollte ich nach oben steigen wollte, da bekam ich einen Rempler von einem jungen Mann und ich flog zur Seite.

Im Bus saß dann der Jüngling kurz hinter uns und unterhielt sich mit zwei Schönheiten, die ebenso wie er kluge junge Menschen waren und sich auf dem Weg zu einem einwöchigen Seminar der CDU/CSU befanden, in dem sie sich über Ethik und Moral in der Union weiterbilden wollten. Eine Frau im Alter zwischen uns 70jährigen und den drei Studierenden war total begeistert. Da ging mir die Hutschur dermaßen hoch, dass ich nicht mehr an mich halten konnte und dem Jüngling einen kurzen Vortrag hielt, der sich mit Respekt vorm Alter, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft befasste, was meiner Meinung auch was mit Ethik und Moral zu tun habe. Immerhin erreichte ich, dass der Jüngling ziemlich kleinlaut erklärte, dass er sich eventuell nicht ganz richtig verhalten habe. Naja, vielleicht hat er dann in seinem Seminar noch was gelernt. Zu wünschen wäre es ihm und der Union auf jeden Fall.

Einmal nutzten wir unser Neun- Euro – Ticket noch, aber dazu demnächst mehr.

Habt einen schönes Restwochenende und bleibt gesund!

5 Gedanken zu „Pleiten, Pech und Pannen gingen weiter…“

  1. Da ist der Jüngling ja recht einsichtig gewesen!… Ich habe mich vorgestern im Bus mit zwei alten Schnepfen angelegt, die zwei Sitzplätze einer Vierergruppe mit ihren Einkaufstäschchen blockiert hatten und mich nicht dazu sitzen lassen wollten. Ich kann da ziemlich fuchtig werden, zumal die beiden ollen Weiber auch nicht gut zu Fuß waren, und doch eigentlich Verständnis für andere Schwerbehinderte haben sollten…
    Dass es innen im Völkerschlachtdenkmal Aufzüge gibt, habe ich auch noch nicht gewusst!
    Hab einen schönen Sonntag!

    Gefällt 1 Person

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