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Die Wolgaster Kulturnacht 2022

Ich weiß gar nicht, die wievielte Kulturnacht es in diesem Jahr war. Viele waren es schon. Ich freue mich in jedem Jahr immer wieder darauf und bin dem Kulturverein dankbar für die Organisation der schönen Veranstaltung.

Es gab wieder ein reichhaltiges Programm, von dem man gar nicht alles wahrnehmen konnte. Nach der Eröffnung durch die Turmbläser vom Petrikirchturm und durch den Noch-Bürgermeister, ging es erst einmal in unser Museum, die Kaffeemühle. Hier gibt es zur Zeit zwei Sonderausstellungen, die mich interessierten. Zum Einen „Von Wolgast in die Welt“

und zum anderen eine virtuelle Ausstellung, in der das Wolgaster Schloss wieder zum Leben erweckt wird. So in etwa soll es ausgesehen haben:

Das Schloss gibt es schon seit einer Explosion im Pulverturm im Jahr 1675 nicht mehr, irgendwann im 19. Jahrhundert wurden die Reste der Schlossruine für viele Bauten in der Stadt Wolgast verwendet. Nur die sogenannte Schlossinsel erinnert noch daran.

Nachdem wir die beiden Ausstellungen angeschaut hatten, wurde es schon Zeit, sich wieder auf dem Marktplatz einzufinden, wo die Wolgaster Frauen des Bewegungsvereines den Wolgaster Kegel tanzten:

Danach ging es in die Petrikirche, wo es im Gegensatz zu dem historischen Totentanz, der die Wände der Kirche schmückt eine sehr schöne Ausstellung zur Lebensfreude gibt. Danach stiegen wir im kleinen Türmchen rechts neben dem Hauptportal in die Synodalbibliothek. Hier würde ich gene in den alten Büchern schmökern, was ich natürlich nicht darf. Aber fotgrafieren durfte ich:

Wie überall gab es auch vor der Kirche Musik. Der Wolgaster Horst Bohl spielte Saxophon, wenn er nicht gerade sang:

Dann ruhten wir ein wenig auf dem Rathausplatz aus und lauschten dem 1. Pommerschen Blasorchester. Wir hofften, einmal mit der Kutsche des Wolgaster Karsten Kruse eine Stadtbesichtigung machen zu können. Viele Jahre hatte ich das schon versucht, aber wegen des großen Andrangs immer wieder aufgegeben:

In diesem Jahr klappte es endlich. Mit kindlicher Freude lauschte ich den Erzählungen des Kutschers.

Dieser Runde Stein soll ein Rest einer Säule des alten Wolgaster Schlosses sein. Kann schon möglich sein, denn das Gebäude befindet sich ja auf der Schlossinsel.

Nun wurde es auch schon Zeit, sich ins Rungehaus zu begeben. Hier wurde Phillipp Otto Runge, einer der drei Begründer der norddeutschen Romantik am 23.Juli 1772 geboren. Die anderen beiden sind der Greifswalder Caspar David Friedrich, der ja überall bekannt sein sollte und der Ludwigsburger Friedrich August von Klinkowström, der wahrscheinlich nur wenigen bekannt sein dürfte. Zwei seiner Werke zieren die Ludwigsburger Schlosskapelle. Neben seiner Farbenkunde ist Runge für seine Scherenschnitte und auch für die wunderschönen Kinderbilder bekannt:

Auch im schönen Innenhof des Rungehauses wurde musiziert, ein Quartett aus Kiew unterhielt mit leichter Musik. Ich fühlte mich in ein Wiener Cafe´haus versetzt:

Nunwurde es Zeit, meine 84-jährige Freundin zum Bahnhof zu bringen, wo sie wieder aufs Dorf ins letzte Haus am Wald zurück kehrte.

Gemächlich bummelte ich zurück zum Rathausplatz, schwatzte noch ein wenig mit Bekannten, bis die angekündigte Feuershow begann:

Knapp die Hälfte der Angebote haben wir wahrgenommen, zu mehr reichte die Zeit nicht. Aber im nächsten Jahr wird es ja sicherlich wieder eine Kulturnacht geben.

Ein letzte Bild machte ich auf dem sehr kurzen Heimweg:

Habt noch einen schönen Restsonntag und kommt gut in die neue Woche

4 Gedanken zu „Die Wolgaster Kulturnacht 2022“

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