Allgemein, Geschichten

Ein Beitrag zum Thema „Nahrung, alles was Menschen essen und trinken, um zu leben“

Royusch hat wieder zu seinem Projekt zum o.g. Thema aufgerufen:https://royusch-unterwegs.com/2021/05/01/fotoprojekt-2021-mai-nahrung-alles-was-menschen-essen-und-trinken-um-zu-leben/

Gern beteilige ich mich dieses Mal daran mit einem Foto vom 23.07.2009, dem 60. Geburtstags meines Mannes und unserem 5. Hochzeitstag. Ja, damals war unser Leben noch in Ordnung und wir führten eine feine Fernehe. Wir verbrachten einen wunderschönen Urlaub im „Ferienhaus Tirol“ in Prägraten am Fuße des Großvenedigers.

An diesem Tag waren wir die ersten Gäste im Frühstücksraum, denn wir wollten eine Wanderung zum Defreggerhaus in 2980 m Höhe unternehmen. Natürlich hatten wir das Hüttentaxi gebucht, das uns bis zur Johannishütte in 2000 m Höhe brachte. Von das aus ging es nur noch steil bergauf. Am Berg hatte ich immer große Mühe, aber an diesem Tag war es besonders schlimm. Ich dachte schon, ich müsse aufgeben, habe es aber doch geschafft, brauchte aber außergewöhnlich lange für den Aufstieg.

.An der Hütte herrschte unheimlich viel Betrieb, denn von hieraus starten die Gletscherwanderungen, die nur mit einem erfahrenen Bergführer erlaubt sind. Wir gönnten uns eine warme Suppe, die nicht schmeckte, machten einige Fotos und begaben uns auf den Rückweg. Bergab hatte ich normalerweise keine Probleme, dieses Mal war es jedoch anders. Ich fühlte mich ausgesprochen schlecht und schlich wie eine Schnecke. Immer wieder brauchte ich eine Rast.

Die Johannishütte war schon in Sicht und wir sahen, wie unser Hüttentaxi ohne uns abfuhr. Oje, den weiten Weg hätte ich wohl zu Fuß nicht mehr geschafft. Zum Glück rief die Wirtin der Johannishütte beim Hüttentaxifahrer an, der so freundlich war, uns doch noch abzuholen. Gerade noch rechtzeitig kamen wir zum Abendessen in unser kleines feines Hotel zurück.

Nach dem Essen bestellte mein Mann eine Saalrunde für die Erwachsenen. Als diese den Grund dafür erfuhren, fanden sich etwa zehn Männer spontan zusammen und sangen ein Ständchen. Das war schon sehr berührend. Fröhlich saßen wir noch eine Zeit zusammen, aber ich war sehr leidend, hatte ich mit doch eine dicke fette Gürtelrose zugezogen, zum Glück hatten wir nur noch zwei oder drei Urlaubstage.

Und hier nun das Foto zum Thema Nahrung, unser wunderschön gedeckter Frühstückstisch:

Ach ja, den Sekt haben wir lieber erst nach der Wanderung getrunken…

15 Gedanken zu „Ein Beitrag zum Thema „Nahrung, alles was Menschen essen und trinken, um zu leben““

  1. Vielen Dank liebe Hedwig, dass du mit dieser interessanten, aber auch sicherlich schmerzhaften Geschichte eurer Wanderung bei meiner Nahrungs-Challenge dabei bist 😊
    Diese 60 auf dem Tablett, war das Brot oder Kuchen?
    Liebe Grüße
    Roland

    Gefällt 1 Person

      1. Der Nerv ist entzündet und das führt zu heftigsten Schmerzen, der Ausschlag ging so nach zurück, aber die Schmerzen blieben. Wer Windpocken hatte und über 50 ist, kann sich seit einigen Jahren impfen lassen, zahlt die Krankenkasse und hilft auch bei solch langwierigen Geschichten.

        Gefällt 1 Person

      2. Nee, direkt gegen Gürtelrose, die man als Nachwirkung nach einer Windpockenerkrankung in der Kindheit noch viele Jahre später und auch öfter bekommen kann. Das Herpesvirus nistet sich in den Ganglien an der Wirbelsäule ein und wird ab und zu aktiv…

        Gefällt 2 Personen

      3. Das klingt alles recht schäbig.
        Da freut man sich direkt wenn es so etwas wie eine Impfung dagegen gibt.
        Ich danke dir sehr über die Informationen Hedwig.
        Habe ich wieder etwas gelernt.

        Gefällt 1 Person

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