Allgemein, Geschichten

Stollenbacken in Coronazeiten ist doof

Seit vielen Jahren backe ich Stollen. In der Vergangenheit war das ein schönes Event. Wir trafen uns bei meiner hier ansässigen Tochter und die auswärtig lebende Große reiste auch schon am Freitag mit ihren Töchtern an. Gemütlich saßen wir zusammen und bereiteten den Stollenteig gemeinsam vor. Natürlich gab es für die Großen ein Gläschen Glühwein und für die Kleinen einen Kinderpunsch. Dann durfte der Stollen über Nacht in der warmen Küche gehen und wurde am nächsten Tag in geselliger Runde gebacken, gebuttert und gezuckert.

Nun ist es alles anders. Die Auswärtigen dürfen nicht anreisen und mit den Einheimischen konnte ich keinen Termin abstimmen.

Also bereitete ich gestern Abend das vor, was vorzbereiten ging. Der Gühwein allein schmeckte mir überhaupt nicht. Den muss ich unbedingt verfeinern, wenn sich ein Mitgenießer findet. Irgendwann einmal…

Heute vormittag knetete ich also den Teig, auf Wunsch einer einzelnen jungen Dame diesmal auch einen reinen Mandelstollen mit Marzipan.

Alle anderen Stollen wurden wie üblich mit Rosinen, Mandeln Zitronat und Orangeat zubereitet. Allerdings habe ich dieses Mal Dinkelmehl und Mandelmilch verwendet, wegen diverser Allergien in der Familie.

Dann wurden immer zwei Stollen gleichzeitig gebacken:

und noch warm gebuttert und gezuckert, natürlich mit gaaaanz viiiieeeel Butter und Zucker, denn die dicke ungesunde Kruste ist das Beste am Stollen.

Der Mandelstollen für die Studentin wurde mit einen Fähnchen gekennzeichnet:

Das Endergebnis:

Der ganz rechte ist natürlich nicht gebrochen, sondern zweigeteilt, mit und ohne Rosinen, aber beide Hälften mit Marzipan

Und wer räumt nun die Küche auf?

Scherz, die Küche ist natürlich schon aufgeräumt.

Nun kommt in den nächsten Tagen wieder die logistische Meisterleistung. Die Stollen, die mit der Post versandt werden sollen, müssen bruchsicher verpackt werden. Denn ihr wisst es sicherlich, ein Stollen darf nicht zerbrechen, denn sonst stirbt jemand. Zum Glück sind wir ja nicht abergläubig.

Zum Anschnitt am 1. Advent ist es leider schon zu spät, aber am 2. Advent muss einer daran glauben.

Kommt gut in die Adventszeit, genießt sie und bleibt vor allem schön gesund.

31 Gedanken zu „Stollenbacken in Coronazeiten ist doof“

  1. Das ist wirklich ein schöner Brauch, das Stollen Backen. Bei uns zu Hause wurden immer zwei große Stollen gebacken. Die Rosinen und Mandeln wurden schon Tage vorher in Rum eingelegt. Und du hast völlig Recht, der Stollen muss einige Zeit liegen, damit die Aromen sich gut verteilen. Deine sehen sehr gut aus. Am liebsten hätte ich auch ein Weihnachtspäckchen mit diesem leckeren Inhalt. Genießt ihn und eine schöne Adventszeit dir und deiner Familie.
    🎄🐞✨🐖🌲🤶🙋‍♀️

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  2. Wir backen ja auch immer Stollen, aber nicht wie Du gleich in Serienproduktion. Wow. Und lecker sehen sie aus… Wir werden dieses Jahr beim Anschneiden wohl auch allein sein. Dabei war das sonst immer so schön, wenn alle etwas selbst gebackenes mitbrachten, was dann gemeinsam verkostet wurde.

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  3. Du bist wirklich fleißig, liebe Hedwig! Ich kriege gerade riesigen Stollenhunger! Und ich bin so froh, dass nicht nur meine Küche nach dem Backen so aussieht! Das Chaos gehört wohl zur allgemeinen Weihnachtsbäckerei dazu! 🌟✨🌟

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  4. Hab noch nie Stollen gebacken und würde mich an so ein tolles Weihnachtsgebäck auch nie ranwagen. Deine Stollen sehen wirklich sehr lecker aus und schmecken ganz bestimmt auch so.
    Werde demnächst mit Plätzchen backen beginnen und lass mich auch von diesem Virus den Spaß daran nicht verderben.
    Liebe Grüße von Hanne

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  5. Die schauen alle sehr lecker aus! Ich drücke dir die Daumen, dass sie auf ihrem Weg zu den Empfängern nicht zerbrechen. Aber ich nehme an, dass du genügend Erfahrung mit dem Verpacken hast!
    Lasst euch alle die Stollen gut schmecken…. und an Weihnachten 2021 wird wieder miteinander gebacken!
    Liebe Grüsse
    Christa

    Gefällt 1 Person

  6. Hedwig die sehen sehr gelungen aus. Die Weihnachtsbäckerei im Kreis der Familie macht immer viel Freude. Am meisten aber wenn sie zu den Feiertagen auf dem Tisch stehen. Einen Probierstollen habe ich jedes Mal gemacht. Die Zeit der Weihnachtsbäckerei ist für mich vorbei.
    Ich wünsche dir und deinen Lieben eine feine Vorweihnachtszeit.
    Lieb Gruß, Lilo

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  7. Meine Eltern holen einen halben Rosinen- und einen halben Mohnstollen immer aus Sachsen aus der Geburtsstadt meiner Mama. In diesem Jahr wollte ich das für sie von einem der dortigen Bäcker liefern lassen, bekomme aber nirgends diese Kombination. Je einer ist zuviel.
    Ich find es toll,dass Du es für Deine Familie machst. Eine schöne Tradition. Im nächsten Jahr klappt es bestimmt wieder gemeinsam. Liebe Grüße…
    PS: Ich denke, Du kannst mir langsam mal Deine Adresse auf dem anderen Kanal senden, wenn es bei den jetzigen Regelungen bleibt.

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