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Ich bin wütend, empört, fassungslos, sprachlos

20200218_111226Die oben gezeigte Gertrudenkapelle ist eines der Wahrzeichen der Stadt Wolgast. Sie soll 1420, also vor 500 Jahren, vor den Toren der Stadt als Teil einer Herberge erbaut worden sein, in der Reisende nach der Schließung der Stadttore übernachten konnten. Aus Anlass des Jubiläums in diesem Jahr wurde die Kapelle, die sich meines Wissens seit den 1970igern im Besitz der Stadt befindet, in den vergangenen Jahren umfassend saniert. Im Mai 2020 soll sie wohl wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.20200218_110926

Oft wurde bis in die Nacht hinein in der Kapelle gewerkelt, auch die Außenanlagen sind fertiggestellt. Ich freue mich schon darauf, bald auch das sanierte Innenleben betrachten zu können.

Als ich heute jedoch wieder einmal über den Friedhof ging, fiel ich fast vom Glauben ab. Was müssen das für Idioten  (Narren wäre viel zu freundlich), Dösbattel, Schwachköpfe und was weiß ich noch sein, die es für nötig halten, das für mehrere Millionen sanierte Bauwerk zu beschmieren. Seht selbst, mir fehlen die passenden Worte:20200218_11110220200218_11105320200218_11105120200218_11103920200218_11102420200218_11101120200218_110942

Ich habe sofort die Stadt informiert und hoffe darauf, dass Anzeige erstattet wird und die Täter schnell gefasst und die Schmierereien beseitigt werden.

19 Gedanken zu „Ich bin wütend, empört, fassungslos, sprachlos“

  1. Oh Mann, sowas nervt mich auch. Wenn sie häßlichen Beton „verschönern“ solls mir Recht sein, aber bei solchen historischen Gebäuden finde ich daß auch mehr als Sch…!! Was soll sowas? Vielleicht nicht Finger abhacken, aber mal ein halbes Jahr eingipsen. Am besten beide Hände. Das könnte das Sprayen erheblich erschweren 😉

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  2. In solchen Schmierereien finden vor allem mangelnder Respekt vor der Leistung anderer und eigene Überhöhung ihren Niederschlag. Eine unheilvolle Facette unsere gesellschaftlichen Entwicklung. Auch hier muss ich leider wieder sagen, hier bei uns auf dem Dorf in Mitteldeutschland passiert Vergleichbares zum Glück, wenn überhaupt, sehr selten. Ich verstehe den Wunsch nach archaischen Strafen, Hedwig hat Fingerabhacken „vorgeschlagen“. Es steht zu befürchten, dass dies in kurzer Zeit zum Statussymbol mutieren würde.

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    1. Auf dem Dorf ist wohl noch vieles anders. Da jeder jeden kennt, sind die Menschen meist freundlicher, höflicher und normaler. Das ist so mein Eindruck. Respektlosigkeit gegenüber jedem und allem ist leider ein trauriges Novum in unserer Gesellschaft.

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      1. Na ja, da wären wir dann wieder beim Aus- und Abgrenzen, entweder mit Farbe oder mit Westen… Irgendwie beschleicht mich dabei ein ungutes Gefühl. Ordentlich bestrafen, die Schmierereien selbst wegmachen lassen, und ein gerüttelt Maß an Stunden sinnvoller Sozialarbeit. Vielleicht wäre das besser als an den Pranger stellen. 😉

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